Ausgezeichnet

Im vergangenen Jahr hat der „Unternehmen für Bremen e.V.“ dazu aufgefordert, Ideen zu entwickeln, die unsere Stadt nach vorn bringen. Sie fragten, „Was fällt dir eigentlich ein?“ – und bekamen knapp 200 kreative, freche und kluge Einfälle zur Stärkung der Marke Bremen!

Acht „Ideen für Bremen“ ausgezeichnet

Am Abend des 31. Mai 2016 haben die Finalisten des Wettbewerbs „Ideen für Bremen“ im Neustädter Bahnhof ihre Konzepte der Öffentlichkeit präsentiert. Acht Preisträger werden jetzt professionell bei der Realisierung ihrer Ideen unterstützt.

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In den vergangenen Monaten waren 200 Vorschläge bei der Jury des Wettbewerbs, der vom Verein „Unternehmen für Bremen“ ausgerichtet wurde, eingegangen.
Jedem Gewinner wird nun ein Unternehmensvertreter aus der Riege der 13 Organisatoren als Pate zur Seite gestellt. Außerdem sollen Wissenstransfer, Networking und Marketingberatung aus der Runde der Veranstalter ihren Teil zum Erfolg beitragen.

„Wir wollen Fach- und Führungskräfte für unsere Stadt begeistern“, erklärte Andreas Hoetzel, Vorsitzender des Vereins und Leiter der Kommunikation der BLG, die Motivation zur Ausrichtung des Wettbewerbs.

Am 31. Mai 2016 wurden die von der Jury ausgewählten Siegerideen im Rahmen einer Preisverleihung ausgezeichnet – keine förmliche Gala, sondern ein lockerer Abend im Zeichen der bremischen Neugier, des Tatendrangs und des Freigeistes. Der Bahnhof Bremen-Neustadt schuf den spannenden Rahmen dafür. (Fotos: KONTRAST Medien / Alexander Floegel)


Diese Ideen will der Verein „Unternehmen für Bremen“ fördern:

Ein Fotomarathon in Bremen
Steffi Urban, Annica Müllenberg, Kerstin Graf und Ulrich Graf-Nottrodt haben im vergangenen Jahr erstmals einen Fotomarathon in Bremen organisiert. Unter dem Motto „1 Stadt – 9 Stunden – 9 Fotos – Auf die Plätze, fertig, klick!“ nahmen bei der Premiere 200 Teilnehmer die Gelegenheit wahr, Bremen ganz neu in den Fokus zu nehmen. Die Organisatoren machten deutlich, wie viel mehr Bremen gerade im touristischen Bereich noch von einem Fotomarathon profitieren könnte, wenn dieser aktiv gefördert würde.

Bremen aus einer neuen Perspektive erleben ist die Idee hinter dem Fotomarathon Bremen, den WESER-KURIER-Marketing-Leiter David Koopmann als Pate begleitet. (Fotos: KONTRAST Medien / Alexander Floegel)

Bienenmarketing für Bremen – erste Bienenstadt Europas!
Dieter Schimanski ist mit seinem Unternehmen „Bee-Rent“ bereits erfolgreich am Markt. Er vermietet Bienenvölker für Unternehmen und private Gärten und trägt damit zur Erhaltung der bedrohten und wichtigen Tiere bei. Seine Idee: Ein Bienenvolk für jedes Bremer Unternehmen und jede Bremer Behörde sowie Bremer Stadthonig und Bienenführungen für Touristen. Bremens Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit der Natur würde die „Bienenhauptstadt Europas“ in der Welt bekannt machen.

Bremen sucht den Kohlkaiser
Jens Fürst schlägt vor, einmal im Jahr den Bremer Kohlkaiser zu küren. Dazu sollten sich alle Kohlkönige des Bundeslandes in einem weiteren Wettbewerb rund um die Grünkohltradition messen. Der Sieger würde auf dem Marktplatz vom Bürgermeister selbst zum Kohlkaiser gekrönt. Eine kuriose Aktion, mit der Bremen über seine Grenzen hinaus Aufmerksamkeit gewinnen sollte und zugleich das Wir-Gefühl der Bremer stärken könnte.

Die Lösungskonfererenz „come-2-solve“
Am 15. November 2016 soll die erste Lösungskonferenz Deutschlands stattfinden – in Bremen. „Create the better world“ ist der Slogan der Konferenz, bei der 200 Menschen gemeinsam an Herausforderungen des Alltags arbeiten und mit Unterstützung von Kreativitätsexperten Lösungen entwickeln. „Wie können wir die Flut an Einweg-Kaffeebechern gemeinsam reduzieren? Können wir die Anzahl an Plastiktüten, die in Supermärkten gekauft werden, verringern“, fragt Nils Bäumer, der Veranstalter der Konferenz, und liefert auch gleich die Antwort: „Ja, mit motivierenden Ideen, die wir bei dieser Konferenz entwickeln“. Für die Finanzierung des Projektes ist Bäumer auf Spender und Sponsoren angewiesen. Bremen könnte sich als Ausrichtungsort dieser Konferenz als zukunftsorientierter Standort positionieren, an dem Tatendrang und Kreativität für die Lösung der Probleme unserer Zeit von Unternehmen gefördert werden.

Ein Entrepreneurship-Studiengang in Bremerhaven
Prof. Michael Vogel plant die Einrichtung eines Entrepreneurship-Studienganges nach dem Modell der finnischen Team Academy. Seit über 20 Jahren bringen Team Academies an Hochschulen im Ausland – aber noch nicht in Deutschland – viele erfolgreiche Unternehmer und Unternehmerinnen hervor. Zum Wintersemester 2017/2018 soll die neue Team Academy in Bremerhaven eröffnen. Jedes Jahr sollen 45 Studierende in das dreijährige Bachelorprogramm aufgenommen werden. Vogel leitet die Entwicklungs- und Aufbauarbeit. Er wünscht sich ein Kooperationsnetzwerk und entsprechende Unterstützung von den ausrichtenden Unternehmen des Wettbewerbs „Ideen für Bremen“. Deutschlands erste Team Academy in Bremerhaven zu starten, biete die besondere Chance, unternehmerisch denkende Menschen genau dorthin zu holen, wo sie am meisten gebraucht würden.

Eine Superheldengeschichte: Höchste Zeit für die Bre-Men
Dirk Meißner vom Strombuch-Verlag möchte in der Tradition der Bremer Stadtmusikanten eine neue Story erzählen. Genau wie die Stadtmusikanten sollen die modernen Bre-Men die perfekten Botschafter der Hansestadt werden. Sie stehen für Mut, Gemeinsinn, Witz und Einfallsreichtum, Innovation und Tradition. Wer die Bre-Men liest, hört oder sieht, soll gerne an Bremen denken, vielleicht eines Tages genau deswegen nach Bremen reisen. Zumindest junge Menschen sollen die Bre-Men für Bremen begeistern. Anknüpfungspunkte fürs Stadtmarketing, die Tourismus- und Filmförderung sehen Verleger Dirk Meißner und Autor Marco Dzebro viele.

Die Deichbremse – ohne Zwang am Hang
Der Bremer Deich ist nicht nur von städtebaulicher Bedeutung, sondern auch ein vielfältig genutzter Begegnungsort. „Was tun die Bremer am Deich?“, fragte sich Christian Spilker. „Sie grillen und chillen, sie spielen, tanzen, musizieren und meditieren, sie streiten und lachen, sie lieben und leben. Vor allem tun sie aber eines: Sie sitzen.“ Als Sitzlösung an der Schräge des Osterdeichs auf der Breminale entstanden, soll die Deichbremse, wenn es nach Spilker geht, als Bremer Produkt in Bremen produziert und vermarktet werden.

Grußformeln, die Bremens Stärken kommunizieren
Bremen sollte noch bekannter und im Wettbewerb um Lebens- und Wohnqualität, Investitionen und Infrastruktur stärker wahrgenommen werden, findet Heiko H. Stutzke, und liefert dafür eine einfache und fast kostenlose Idee. Alle Unternehmen, Institutionen und der Öffentliche Dienst in Bremen sollten ihre Grußformel in E-Mails und Briefen ergänzen und so ihre Verbundenheit mit Bremen deutlich machen. Etwa so: „Mit freundlichen Grüßen aus Bremen“. Durch branchenspezifische Ergänzungen könnte dies noch verstärkt werden. Beispielsweise so: „Mit herzlichen Grüßen aus Bremen, dem Raumfahrtstandort und Innovationszentrum“, „Mit freundlichen Grüßen aus Bremen, der Metropolregion im Nordwesten“, „Herzliche Grüße aus Bremen – hier gibt es exzellente Ausbildung“ oder „Mit freundlichen Grüßen aus Bremen, dem Zentrum der Nahrungs- und Genussmittelindustrie“.

Unternehmen für Bremen e. V. ist ein Zusammenschluss der großen Marken und Firmen des Landes Bremen, die Impulse für die erfolgreiche Entwicklung Bremens setzen wollen. Zu den Mitgliedern gehören Anheuser-Busch InBev Deutschland, Airbus DS, Antenne Niedersachsen, BLG Logistics Group, Bremer Landesbank, Die Sparkasse Bremen, Team Neusta, Daimler, Mercedes-Benz-Werk Bremen, Bremer Tageszeitungen AG, SWB Vertrieb Bremen, Radio Bremen Media, SV Werder Bremen, KPS Verlagsgesellschaft.

Text: Christel Fangmann, Projektleitung „Ideen für Bremen“
Fotos: KONTRAST Medien / Alexander Floegel

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